Dokumentation: Technische Grundlagen

Die technischen Grundlagen bilden das Fundament jeder Website. Sie bestimmen, wie zuverlässig, sicher und effizient ein Projekt umgesetzt werden kann. In diesem Teil der Dokumentation geht es darum, die wichtigsten technischen Entscheidungen und Arbeitsschritte zu beleuchten, die für die Umsetzung meines Projekts notwendig waren. Dabei steht im Vordergrund, wie verschiedene Systeme, Werkzeuge und Prozesse zusammenspielen, um eine funktionierende und stabile Website zu ermöglichen

Mein Provider: Metanet

Für dieses Projekt habe ich mich für Metanet als Provider entschieden. Metanet ist ein Schweizer Hosting-Anbieter mit Sitz in Zürich, der zuverlässige Webhosting- und Serverlösungen anbietet. Ein wichtiger Grund für meine Entscheidung war, dass meine Eltern bereits seit längerem Kunden bei Metanet sind. Dadurch konnte ich auf ihre Erfahrungen zurückgreifen und erhielt Unterstützung bei der Einrichtung von Hosting und Serverzugang. Zudem konnte ich Kosten sparen, da kein neuer Account eröffnet werden musste. Für die Veröffentlichung meiner Website benötigte ich ausserdem eine eigene Domain, die ich ebenfalls direkt über Metanet registriert habe. Die jährlichen Kosten für die Domain betragen CHF 14.–. Metanet bietet mir damit eine stabile und sichere Grundlage, um meine Website online zu betreiben und gleichzeitig von Schweizer Datenschutzstandards zu profitieren. Auch die Installation und Einrichtung des verwendeten CMS verlief reibungslos – die klare Serverstruktur und die gute Dokumentation von Metanet haben den Prozess deutlich erleichtert.

Reflexion: Provider

Durch die Unterstützung meines Vaters konnte ich die Installation des CMS und die Einrichtung bei Metanet schnell und reibungslos umsetzen. Ohne seine Hilfe hätte ich deutlich mehr Zeit gebraucht, um mich durch die vielen technischen Schritte zu arbeiten – von der Domain-Verknüpfung bis zur Datenbankkonfiguration. Ich habe dabei erkannt, dass mir noch praktische Erfahrung fehlt, um solche Prozesse selbstständig durchführen zu können. Beim nächsten Projekt möchte ich daher mehr selbst ausprobieren und mehrere Seiten eigenständig installieren, um ein besseres technisches Verständnis zu entwickeln.

Quellenangaben: Provider

Wahl des CMS

Für mein Projekt stand die Entscheidung zwischen WordPress und Contao im Vordergrund. Bei meinem Provider Metanet besteht die Möglichkeit, WordPress direkt über das Hosting-Panel zu installieren – was auf den ersten Blick ein klarer Vorteil ist. Trotzdem wollte ich mich nicht nur für die einfachste Lösung entscheiden, sondern ein System wählen, das mir auch ein tieferes Verständnis für den Aufbau und die Funktionsweise einer Website vermittelt.

Bekannte Baukastensysteme wie Wix, Jimdo oder Squarespace habe ich bewusst ausgeschlossen, da sie zwar schnell Ergebnisse liefern, aber wenig technisches Verständnis fördern. Mein Ziel war es, den gesamten Prozess einer Website-Entwicklung – von der Struktur bis zur Gestaltung – möglichst praxisnah zu erleben und nicht nur Seiten „zusammenzuklicken“.

Bei der Entscheidung spielte auch die Erfahrung meiner Mutter eine wichtige Rolle. Sie arbeitet selbst mit verschiedenen Content-Management-Systemen und kennt sowohl WordPress als auch Contao gut. Viele ihrer Kunden sind in den letzten Jahren von WordPress zu Contao gewechselt – vor allem, weil Contao als stabiler, sicherer und entwicklerfreundlicher gilt.

Wenn man nur mit WordPress arbeitet, erkennt man oft nicht, welche Vorteile andere Systeme bieten. Besonders Entwicklerinnen und Entwickler schätzen an Contao die klare Struktur, den logischen Aufbau und die technische Sauberkeit des Systems.
Wie meine Mutter sagte: „Wer ein CMS versteht, kann mit allen umgehen.“ – daher war die Entscheidung für Contao nicht nur eine pragmatische, sondern auch eine lehrreiche Wahl.

Vergleich WordPress vs. Contao

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen WordPress und Contao in Bezug auf Bedienung, Anpassbarkeit, Sicherheit und technische Anforderungen. Sie verdeutlicht, warum sich Contao für mein Projekt als die passendere Wahl herausgestellt hat:

Kriterium WordPress Contao
Bedienung Das meistgenutzte CMS weltweit, mit einer sehr grossen Community und vielen Erweiterungen. Vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt, kleiner, aber stabil und gezielt weiterentwickelt.
Sicherheit Sehr benutzerfreundlich, aber durch die grosse Zahl an Funktionen und Plugins oft unübersichtlich. Klar strukturierte Oberfläche, logisch aufgebaut und gut für Einsteiger geeignet.
Anpassbarkeit Wegen der hohen Verbreitung häufiger Ziel von Angriffen. Sicherheitslücken entstehen oft durch fehlerhafte Plugins. Deutlich geringeres Angriffsziel, da kleinere Nutzerbasis. Sicherheit hat einen hohen Stellenwert in der Entwicklung.
Systemaufbau Sehr flexibel durch tausende kostenlose und kostenpflichtige Themes und Plugins, aber Gefahr der Überladung. Etwas weniger Erweiterungen, dafür sauber integrierbar und technisch stabil.
Design und Struktur Ursprünglich als Blogsystem entwickelt, später zu einem vielseitigen CMS ausgebaut. Klare Trennung von Inhalt, Design und Technik; sehr sauberes, barrierefreies Layoutsystem.
Datenschutz (DSGVO) Viele fertige Designs verfügbar, jedoch oft Anpassungen nötig, um ein einheitliches Layout zu erreichen. Starke Ausrichtung auf europäische Datenschutzstandards; DSGVO-konform im Grundsystem.
Hosting und Anforderungen Datenschutzfunktionen müssen meist über zusätzliche Plugins ergänzt werden. Läuft ebenfalls auf Standard-Webhosting, gilt aber als ressourcenschonender und stabiler.
Zielgruppen Funktioniert auf nahezu jedem Webserver, benötigt aber regelmässige Wartung und Updates. Besonders geeignet für Schulen, Vereine, Bildungseinrichtungen und kleinere bis mittlere Projekte.
Eignung für dieses Projekt Domain-Provider sind für die Registrierung und Verwaltung von Internetadressen (Domains) zuständig. Sie ermöglichen, dass jede Website unter einer eindeutigen Adresse erreichbar ist und kümmern sich um die Weiterleitung zwischen Domain und Server. Ideal für klare Struktur, Übersichtlichkeit und einfache Pflege – perfekt für eine Schülerarbeit.
Wartungsaufwand & Updates Regelmässige Updates für Core, Plugins und Themes erforderlich. Ohne Pflege besteht ein Sicherheitsrisiko. Hoher Zeitaufwand, da viele Erweiterungen manuell aktualisiert werden müssen. Sehr stabiles System mit geringem Wartungsaufwand. Updates sind seltener nötig und meist zentral über das Backend steuerbar. Weniger externe Plugins bedeuten weniger potenzielle Fehlerquellen.
Plugins & Erweiterungen Sehr grosse Auswahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Plugins, aber viele Abhängigkeiten. Häufig entstehen Kompatibilitätsprobleme zwischen Versionen. Weniger Erweiterungen, dafür klarer integriert und aufeinander abgestimmt. System bleibt dadurch übersichtlicher und stabiler.
Pfadstruktur (absolute / relative Pfade) Arbeitet standardmässig häufig mit absoluten Pfaden, was bei Serverumzügen oder Domainänderungen Anpassungen erforderlich macht. Nutzt relative Pfade, wodurch das System flexibler und portabler ist. Besonders vorteilhaft bei Entwicklungs- und Testumgebungen.
Performance & Ressourcen Durch viele Plugins oft höhere Serverbelastung. Caching-Plugins notwendig für gute Ladezeiten. Sehr schlanker und effizienter Code. Läuft performant, auch auf kleineren Servern.
Barrierefreiheit Je nach Theme unterschiedlich. Viele Designs müssen nachträglich angepasst werden, um barrierefrei zu sein. Barrierefreiheit ist fester Bestandteil der Systemarchitektur. Standard-Templates sind in der Regel WCAG-konform.

Vergleich Bilderablage

Die Bilderablage unterscheidet sich in Aufbau und Organisation deutlich zwischen den beiden Systemen. In Contao erfolgt die Verwaltung über eine klare Ordnerstruktur, wodurch die Dateien übersichtlich geordnet und leicht wiederzufinden sind. In WordPress hingegen fehlt eine solche Ordnerstruktur – alle Bilder werden gemeinsam in der Medienübersicht angezeigt, was die Ablage weniger strukturiert und unübersichtlicher macht, insbesondere bei einer grossen Anzahl an Dateien.

Contao

Wordpress

Vergleich Seitenstruktur

Die Seitenstruktur unterscheidet sich in der Darstellung und Übersichtlichkeit deutlich. In Contao ist die Struktur hierarchisch aufgebaut, was eine klare Gliederung und einfache Navigation zwischen den einzelnen Seiten ermöglicht. So bleibt der Aufbau auch bei umfangreichen Websites übersichtlich. In WordPress hingegen werden die Seiten listenartig dargestellt, wodurch die übergeordnete Struktur weniger erkennbar ist und die Navigation bei vielen Seiten schnell unübersichtlich werden kann. Dieses Problem und weitere andere lassen sich zwar mit zusätzlichen Plugins verbessern, jedoch sind viele davon kostenpflichtig und erfordern regelmässige Updates, um kompatibel und sicher zu bleiben.

Contao

Wordpress

Reflexion: CMS

Die Entscheidung für Contao war im Rückblick absolut richtig. Ich habe mich schnell im System zurechtgefunden, da es logisch aufgebaut und klar strukturiert ist. Besonders die Trennung von Inhalt, Design und Struktur hat mir geholfen, die Zusammenhänge im Webdesign besser zu verstehen. Trotzdem wurde mir bewusst, dass ich bisher nur einen Bruchteil der Funktionen genutzt habe, die Contao tatsächlich bietet. Das CMS ist sehr umfangreich und bietet viele Möglichkeiten, die ich erst mit wachsender Erfahrung voll ausschöpfen kann. Für kommende Projekte möchte ich tiefer in die technischen Abläufe eintauchen und noch mehr eigenständig ausprobieren – um irgendwann eine Website komplett selbstständig aufbauen zu können.

Quellenangaben: Wahl meines CMS

© 2026 Robin Raimondi